Ratgeber der WS Direktbau GmbH, Fachbetrieb für Pflaster- und Tiefbau aus Wildau seit dem Jahr 2000. Stand: Oktober 2026.
Kurz gesagt
Den Glasfaser-Hausanschluss stellt der jeweilige Netzbetreiber her. Er führt die Leitung vom öffentlichen Netz bis zum Hausübergabepunkt in Ihrem Gebäude und schaltet den Anschluss frei. Auf dem eigenen Grundstück braucht es dafür in der Regel einen Graben oder ein grabenarmes Verfahren bis zur Hauswand. Ob der Netzbetreiber diese Erdarbeiten selbst übernimmt oder Eigenleistung zulässt, regelt sein Vertrag. Planen Sie in Königs Wusterhausen oder im Landkreis Dahme-Spreewald ohnehin Pflaster-, Kanal- oder Entwässerungsarbeiten, legen Sie diese mit dem Glasfaser-Graben zusammen. Dann wird nur einmal gegraben.
Das Wichtigste in Kürze:
- Glasfaser, Hausübergabepunkt und Freischaltung sind Sache des Netzbetreibers. Als Eigentümer unterschreiben Sie eine Grundstückseigentümererklärung.
- Wer die Erdarbeiten auf dem Grundstück übernimmt, legt der Vertrag des Netzbetreibers fest. Klären Sie das, bevor jemand zum Spaten greift.
- Den Aufwand auf dem Grundstück bestimmen vor allem die Länge der Trasse, die Oberfläche, der Boden und die Leitungen, die schon im Boden liegen.
- Stehen ohnehin Arbeiten an Pflaster, Kanal-Hausanschluss oder Regenwasserleitung an, legen Sie diese in denselben Zeitraum.
So läuft der Glasfaser-Hausanschluss auf dem Grundstück ab
- Verfügbarkeit und Vertrag klären. Prüfen Sie beim Netzbetreiber, ob Ihre Adresse im Ausbaugebiet liegt. Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, welche Arbeiten auf Ihrem Grundstück er selbst übernimmt und ob Eigenleistung zulässig ist.
- Grundstückseigentümererklärung unterschreiben. Damit erlauben Sie als Eigentümer die Verlegung auf Ihrem Grundstück. Bei vermieteten Häusern unterschreibt der Eigentümer, nicht der Mieter.
- Trasse und Hauseinführung festlegen. Stimmen Sie mit dem Netzbetreiber ab, an welcher Stelle die Leitung ins Haus kommt, etwa im Keller oder im Hausanschlussraum, und welchen Weg sie über das Grundstück nimmt. Eine kurze Trasse durch Rasen oder Beet ist meist einfacher als ein Weg quer unter Einfahrt, Terrasse oder Betonfläche.
- Bestandsleitungen und anstehende Arbeiten prüfen. Klären Sie, wo Wasser-, Strom-, Gas- und Abwasserleitungen liegen. Prüfen Sie gleichzeitig, ob in nächster Zeit ohnehin gegraben wird, zum Beispiel für einen neuen Kanal-Hausanschluss, eine Regenwasserleitung, eine Drainage oder eine neu gepflasterte Einfahrt. Diese Arbeiten legen Sie in denselben Zeitraum.
- Erdarbeiten auf dem Grundstück. Je nach Netzbetreiber wird offen gegraben oder grabenarm verlegt. Bei Eigenleistung gelten seine Vorgaben zu Tiefe, Leerrohr und Trassenverlauf. In der Nähe vorhandener Leitungen wird von Hand geschachtet.
- Hauseinführung abdichten. Die Durchführung durch Kellerwand oder Bodenplatte muss dicht sein, bevor die Grube an der Hauswand verfüllt wird. Wer sie herstellt, regelt der Netzbetreiber.
- Verfüllen, verdichten, Oberfläche wiederherstellen. Der Graben wird lagenweise verfüllt und verdichtet. Danach werden Rasen, Pflaster oder Wegedecke wiederhergestellt. Wird hier gespart, sackt der Streifen später sichtbar ab.
- Glasfaser einbringen und freischalten. Faser, Hausübergabepunkt und Freischaltung übernimmt der Netzbetreiber. Den Termin stimmt er mit Ihnen ab.
Lässt Ihr Netzbetreiber Eigenleistung zu, übernehmen wir als Fachbetrieb für Tiefbau und Erdarbeiten den Graben auf Ihrem Grundstück nach seinen Vorgaben. Anstehende Kanal-, Regenwasser- oder Pflasterarbeiten erledigen wir dabei gleich mit.
Wovon hängt der Aufwand auf dem Grundstück ab?
Was der Anschluss selbst kostet, legt der Netzbetreiber in seinem Vertrag fest. Für die Arbeiten auf dem Grundstück gibt es keinen Pauschalwert, weil jedes Grundstück anders ist. Diese Punkte bestimmen den Aufwand am stärksten:
- Länge der Trasse: Je länger der Weg von der Grundstücksgrenze bis zur Hauseinführung, desto mehr muss ausgehoben und wieder verfüllt werden.
- Oberfläche: Rasen ist schnell geöffnet und wieder angelegt. Pflaster, Platten oder eine Betonfläche müssen aufgenommen und auf neu verdichtetem Unterbau wiederhergestellt werden.
- Zufahrt und Maschineneinsatz: Kommt eine Maschine bis an die Trasse, geht die Arbeit zügiger voran. In engen Durchgängen oder Hinterhöfen bleibt oft nur die Handschachtung.
- Bestandsleitungen und Bäume: Wo Wasser-, Strom- oder Gasleitungen kreuzen oder Wurzeln im Weg sind, wird von Hand gegraben.
- Boden und Entsorgung: Lockerer Sand lässt sich leichter bearbeiten als ein Untergrund mit Bauschutt oder alten Fundamentresten. Muss überschüssiger Aushub abgefahren werden, kommt die Entsorgung hinzu.
- Lage der Hauseinführung: Liegt sie tief in der Kellerwand, wird die Grube an der Hauswand entsprechend größer.
Wer gräbt auf dem Grundstück: Netzbetreiber oder Eigentümer?
Das legt der Netzbetreiber in seinem Vertrag fest. Entweder übernimmt er die Arbeiten bis zur Hauseinführung selbst, oder er erlaubt Ihnen den Graben auf dem Grundstück in Eigenleistung nach seinen Vorgaben. Fragen Sie das vor Beginn nach, sonst passen Tiefe oder Leerrohr womöglich nicht zu seinen Vorgaben.
Muss die gepflasterte Einfahrt dafür geöffnet werden?
Führt die Trasse bei offener Bauweise unter einer Pflasterfläche hindurch, wird ein Streifen aufgenommen und danach neu verlegt. Wichtig ist, dass der Graben lagenweise verdichtet wird, sonst zeichnet sich der Streifen später als Senke ab. Ob die Einfahrt stattdessen grabenarm unterquert wird, entscheidet der Netzbetreiber. Für das saubere Wiederherstellen solcher Flächen sind wir mit unseren Pflasterarbeiten in Königs Wusterhausen und Umgebung Ihr Ansprechpartner.
Welche Arbeiten sollten Sie mit dem Glasfaser-Graben zusammenlegen?
Sinnvoll sind alle Arbeiten, für die der Boden zwischen Straße und Haus ohnehin geöffnet wird: ein neuer oder sanierter Kanal-Hausanschluss, Regenwasserleitungen, eine Drainage oder eine Einfahrt, die neu gepflastert werden soll. Ob verschiedene Leitungen in einem gemeinsamen Graben liegen dürfen und welche Abstände gelten, geben die jeweiligen Versorger vor. Die Reihenfolge ist immer gleich: erst alle Leitungen, dann der Unterbau, zuletzt das Pflaster.
Was ist beim Neubau anders?
Beim Neubau gehört Glasfaser in die Planung der Grundstückserschließung, zusammen mit Wasser, Strom und Abwasser. Beantragen Sie den Anschluss früh, denn von der Planung bis zum Anschluss vergehen bei einer Erschließung in der Regel 6 bis 9 Monate, je nach Versorger und Genehmigungslage auch länger. So lässt sich die Trasse für alle Leitungen abstimmen, bevor Außenanlagen und Pflaster entstehen.
Was gilt, wenn an der Kellerwand tief gegraben werden muss?
Bis 1,25 m Tiefe sind senkrechte Grubenwände zulässig. Muss für eine Hauseinführung im Keller tiefer gegraben werden, braucht die Grube eine Böschung oder einen Verbau nach DIN 4124. Das betrifft vor allem unterkellerte Häuser, bei denen die Hauseinführung tief in der Kellerwand liegt.
WS Direktbau ist seit dem Jahr 2000 Fachbetrieb für Tiefbau und Pflasterarbeiten in Wildau, hat einen eigenen Maschinenpark und ist Mitglied im Güteschutz Kanalbau. Für Graben, Leitungen und Pflaster haben Sie bei uns einen Ansprechpartner.
Sie planen einen Glasfaser-Hausanschluss und möchten die Erdarbeiten auf Ihrem Grundstück mit weiteren Tiefbau- oder Pflasterarbeiten verbinden? Senden Sie uns über unser Kontaktformular den Ort, die Art des Projekts, vorhandene Pläne und die Vorgaben Ihres Netzbetreibers, Ihren gewünschten Zeitraum und die Leitungen, von denen Sie wissen. Oder rufen Sie an unter 03375 522833. Mit diesen Angaben unterbreiten wir Ihnen gerne ein Angebot.
Häufige Fragen zum Glasfaser-Hausanschluss
Brauche ich für den Glasfaser-Hausanschluss eine Genehmigung?
Als Eigentümer unterschreiben Sie eine Grundstückseigentümererklärung, mit der Sie die Verlegung auf Ihrem Grundstück erlauben. Die Arbeiten im öffentlichen Straßenraum stimmt der Netzbetreiber mit den zuständigen Stellen ab. Für Erdarbeiten auf Ihrem Grundstück gelten seine technischen Vorgaben.
Stellt WS Direktbau den Glasfaseranschluss her?
Nein. Glasfaser, Hausübergabepunkt und Freischaltung sind Sache Ihres Netzbetreibers. Wir übernehmen die Erdarbeiten auf Ihrem Grundstück, wenn der Netzbetreiber Eigenleistung zulässt, und stellen Pflaster- und Wegeflächen danach wieder her. Stehen weitere Arbeiten wie ein Kanal-Hausanschluss oder eine Regenwasserleitung an, erledigen wir sie im selben Zug.
Wie lange dauert der Glasfaser-Hausanschluss?
Das hängt vor allem von der Ausbauplanung des Netzbetreibers ab. Wie lange die Erdarbeiten auf dem Grundstück dauern, richtet sich nach Länge der Trasse, Oberfläche und Witterung. Eine feste Dauer lässt sich deshalb vorab nicht seriös nennen.
Warum sackt ein Leitungsgraben später ab?
Meist wurde der Graben nicht lagenweise verfüllt und verdichtet. Unter Rasen zeigt sich das als Mulde, unter Pflaster als Senke oder als wackelnde Steine. Lassen Sie den Graben deshalb sauber verdichten und die Oberfläche auf passendem Unterbau wiederherstellen.
Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der WS Direktbau GmbH redaktionell geprüft. Verantwortlich für den Inhalt: WS Direktbau GmbH, Dorfaue 17, 15745 Wildau.