Ratgeber der WS Direktbau GmbH, Fachbetrieb für Pflaster- und Tiefbau aus Wildau seit dem Jahr 2000. Stand: August 2026.
Ein tragfähiger Pflaster-Unterbau besteht in der Regel aus drei Schichten über dem verdichteten Erdplanum: der Frostschutzschicht aus Kies oder Schotter, der Tragschicht aus Schottergemisch und der Bettung aus Splitt. Wie stark jede Schicht ausfällt, hängt von der späteren Belastung und vom Boden ab. In Königs Wusterhausen und im Landkreis Dahme-Spreewald treffen wir häufig sandige Böden an, die sich gut verdichten lassen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Der Aufbau erfolgt von unten nach oben: Erdplanum, Frostschutzschicht, Tragschicht, Bettung, Pflasterdecke, Fugenfüllung.
- Jede Schicht wird einzeln verdichtet, sonst setzt sich die Fläche später ungleichmäßig.
- Terrassen und Fußwege brauchen einen deutlich schlankeren Aufbau als Einfahrten mit Pkw-Verkehr.
- Ein Gefälle von etwa zwei Prozent führt Regenwasser sicher von Gebäuden weg.
- Randeinfassungen aus Beton halten die Fläche zusammen und verhindern seitliches Ausweichen.
So entsteht der Unterbau Schritt für Schritt
- Aushub: Der gewachsene Boden wird bis zur geplanten Tiefe abgetragen. Mutterboden, Wurzeln und weiche Bodenschichten müssen vollständig heraus, sonst arbeitet die Fläche später nach.
- Erdplanum herstellen: Die Aushubsohle wird abgezogen, im geplanten Gefälle profiliert und verdichtet. Bei bindigen oder wenig tragfähigen Böden trennt ein Geotextil den Untergrund vom Schotter.
- Frostschutzschicht einbauen: Kies oder Schottergemisch wird lagenweise aufgebracht und verdichtet. Sie nimmt Wasser auf und leitet es ab, damit gefrierende Feuchtigkeit die Decke nicht anhebt.
- Tragschicht aufbringen: Ein abgestuftes Schottergemisch verteilt die Lasten aus Fahrzeugen und Möbeln flächig nach unten. Auch diese Lage wird verdichtet und höhengerecht abgezogen.
- Randeinfassung setzen: Bordsteine, Rasenkanten oder Tiefborde werden in Beton gesetzt und rückenseitig gestützt, bevor die Bettung kommt.
- Bettung abziehen: Eine dünne Splittlage wird gleichmäßig abgezogen und nicht mehr betreten. Sie gleicht kleine Toleranzen aus und darf nicht als Höhenausgleich für einen schlechten Unterbau dienen.
- Pflaster verlegen: Die Steine werden im gewählten Verband mit Fugenabstand versetzt, ausgerichtet und an den Rändern passend zugeschnitten.
- Fugen füllen und abrütteln: Fugensplitt oder Fugensand wird eingekehrt, die Fläche mit Gummimatte abgerüttelt und anschließend erneut verfugt.
Wie stark muss der Unterbau sein?
Die Schichtstärken richten sich nach der Nutzung. Eine Terrasse oder ein Gartenweg trägt nur Personen und Möbel und kommt mit einem schlanken Aufbau aus. Eine Einfahrt mit Pkw braucht mehr Frostschutz und eine kräftigere Tragschicht, ein Stellplatz für Lieferfahrzeuge noch einmal deutlich mehr. Welche Stärke bei Ihnen sinnvoll ist, legen wir nach dem Aufmaß gemeinsam mit Ihnen fest, weil Bodenart, Grundwasserstand und Belastung zusammen gehören. Mehr zu diesem Bereich lesen Sie auf unserer Seite zum Straßen- und Wegebau.
Was kostet ein fachgerechter Aufbau?
| Leistung | Richtwert |
|---|---|
| Pflasterarbeiten komplett inklusive Unterbau | 50 bis 200 Euro/m² |
| Tragschicht und Unterbau separat | 35 bis 80 Euro/m² |
| Gepflasterte Fläche | 60 bis 140 Euro/m² |
| Erdaushub | 15 bis 40 Euro/m³ |
| Bordsteinsetzung | 25 bis 60 Euro/lfm |
| Drainage | 30 bis 100 Euro/lfm |
Diese Werte sind regionale Marktspannen zur Orientierung. Ein verbindliches Angebot erstellen wir nach einem kostenlosen Aufmaß vor Ort. Stand: August 2026.
Warum ist die Verdichtung so entscheidend?
Schotter, der nur eingefüllt und glattgezogen wird, enthält Hohlräume. Unter Last und Nässe sacken diese Hohlräume zusammen, und die Pflasterdecke bekommt Mulden und Wasserpfützen. Deshalb wird jede Lage einzeln mit Rüttelplatte oder Walze verdichtet, statt den gesamten Aufbau am Ende in einem Durchgang zu bearbeiten.
Wohin mit dem Regenwasser?
Der Unterbau muss Wasser abführen können, sonst steht die Nässe unter dem Pflaster. Neben dem Gefälle helfen Rinnen, Drainagen oder eine Versickerung über eine Rigole. Ob eine Versickerung auf Ihrem Grundstück nötig oder zulässig ist, richtet sich in Brandenburg nach der BbgVersFreiV und der örtlichen Satzung und hängt vom Einzelfall ab. Die passenden Leitungs- und Erdarbeiten übernehmen wir im Rahmen unserer Leistungen im Tiefbau.
Kann man auf einen alten Unterbau neu pflastern?
Manchmal ja, häufig aber nicht. Wenn die alte Fläche eben liegt, keine Setzungen zeigt und ausreichend stark aufgebaut ist, lässt sich die Tragschicht weiterverwenden. Zeigen sich dagegen Mulden, Frostschäden oder aufsteigende Nässe, ist der Aufbau meist zu schwach oder verunreinigt. Wir prüfen das beim Aufmaß vor Ort mit einer Schürfstelle, bevor wir Ihnen eine Empfehlung geben.
Wie lange dauern die Arbeiten?
Eine übliche Hofeinfahrt oder Terrasse im Privatbereich dauert in der Regel wenige Tage bis gut eine Woche, abhängig von Fläche, Aushubmenge und Material. Witterung spielt eine große Rolle, weil sich durchnässter Boden schlecht verdichten lässt. Feste Termine sagen wir erst zu, wenn Aufmaß und Materialverfügbarkeit geklärt sind. Beispiele aus unserer Arbeit finden Sie in unseren Referenzen.
WS Direktbau ist seit dem Jahr 2000 als Fachbetrieb im Landkreis Dahme-Spreewald tätig, mit eigenem Maschinenpark, eigenen Leuten und einem festen Ansprechpartner von der Beratung bis zur Abnahme. Wir sind Mitglied im Güteschutz Kanalbau (RAL-GZ 961).
Sie planen eine neue Einfahrt, einen Hof oder eine Terrasse und möchten wissen, welcher Unterbau dafür sinnvoll ist? Senden Sie uns Ort, ungefähre Fläche und Ihren Materialwunsch über unser Kontaktformular oder rufen Sie an unter 03375 522833. Wir melden uns für ein kostenloses Aufmaß vor Ort.
Häufige Fragen zum Pflaster-Unterbau
Aus welchen Schichten besteht ein Pflaster-Unterbau?
Von unten nach oben folgen auf das verdichtete Erdplanum die Frostschutzschicht, die Tragschicht und die Splittbettung, darauf die Pflasterdecke mit gefüllten Fugen. Bei weichen oder bindigen Böden kommt zusätzlich ein Geotextil zwischen Untergrund und Frostschutzschicht. Jede Lage wird einzeln verdichtet.
Reicht Sand als Unterbau für Pflaster?
Für eine tragende Fläche reicht Sand allein nicht aus. Sand hat keine ausreichende Kornabstufung, um Lasten zu verteilen, und weicht unter Belastung seitlich aus. Sand oder Splitt gehören nur in die dünne Bettungslage und in die Fugen, darunter braucht es Frostschutz- und Tragschicht aus abgestuftem Gemisch.
Wie viel Gefälle braucht eine gepflasterte Fläche?
Üblich sind etwa zwei Prozent Gefälle, also rund zwei Zentimeter je Meter, immer vom Gebäude weg. Bei größeren Flächen planen wir zusätzlich Rinnen oder Einläufe ein. Ohne Gefälle sammelt sich Wasser in Mulden und dringt in den Aufbau ein.
Braucht der Unterbau eine Genehmigung?
Für eine reine Pflasterfläche auf dem eigenen Grundstück ist in der Regel keine Baugenehmigung nötig. Anders sieht es aus, wenn Sie eine neue Grundstückszufahrt über den öffentlichen Gehweg herstellen oder Regenwasser ableiten wollen. Maßgeblich ist die jeweilige Gemeindesatzung, und für die Zufahrt gilt der örtliche Straßenbaulastträger als Ansprechpartner.
Macht WS Direktbau auch den Unterbau allein?
Ja. Wir stellen Tragschichten und Unterbau auch als eigenständige Leistung her, etwa als Vorbereitung für eine spätere Pflasterdecke oder Betonfläche. Für Kunden in Königs Wusterhausen und Umgebung übernehmen wir auf Wunsch aber auch die komplette Fläche von Aushub bis Fugenfüllung.
Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der WS Direktbau GmbH redaktionell geprüft. Verantwortlich für den Inhalt: WS Direktbau GmbH, Dorfaue 17, 15745 Wildau.