Ratgeber der WS Direktbau GmbH, Fachbetrieb für Pflaster- und Tiefbau aus Wildau seit dem Jahr 2000. Stand: September 2026.
Eine Rigole ist ein unterirdischer Speicher aus Schotter oder Kunststoffelementen, der Regenwasser von Dach und Hofflächen aufnimmt und langsam an den Boden abgibt. Sie entlastet damit Kanal und Grundstück. Ob eine Versickerung auf Ihrem Grundstück in Königs Wusterhausen, Wildau oder im übrigen Landkreis Dahme-Spreewald zulässig ist, richtet sich nach der BbgVersFreiV und der örtlichen Satzung.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Rigole puffert Regenwasser zwischen und gibt es zeitversetzt an den Untergrund ab, statt es in den Kanal zu leiten.
- Ob eine Versickerung nötig oder zulässig ist, hängt vom Einzelfall und der örtlichen Satzung ab. In Brandenburg gilt dafür die BbgVersFreiV, eine pauschale Pflicht gibt es nicht.
- Entscheidend für die Funktion sind die angeschlossene Fläche, die Durchlässigkeit des Bodens und ein sauber gebauter Zulauf mit Filterstufe.
- Rigole und Versickerung liegen regional bei etwa 1.500 bis 5.000 Euro, abhängig von Größe, Bodenverhältnissen und Aushubtiefe.
- Ab einer Grabentiefe von mehr als 1,25 m sind Böschung oder Verbau nach DIN 4124 erforderlich.
So entsteht eine Rigole auf Ihrem Grundstück
- Aufmaß und Bestandsaufnahme: Wir erfassen vor Ort die angeschlossenen Dach- und Hofflächen, sehen uns den Boden an und klären, wo Leitungen, Bäume und Gebäudekanten liegen.
- Zulässigkeit klären: Sie prüfen mit uns, was die Satzung Ihrer Gemeinde und die BbgVersFreiV für Ihr Grundstück vorgeben. Das ist immer eine Einzelfallfrage, bei Bedarf über die untere Wasserbehörde.
- Bemessung und Standort: Größe und Speichervolumen richten sich nach der angeschlossenen Fläche und danach, wie schnell der Untergrund Wasser aufnimmt. Der Standort wird mit ausreichendem Abstand zu Keller und Fundament festgelegt.
- Aushub: Graben oder Grube werden mit eigener Technik hergestellt. Bis 1,25 m Tiefe sind senkrechte Wände zulässig, darüber arbeiten wir mit Böschung oder Verbau nach DIN 4124.
- Einbau der Rigole: Die Sohle wird abgeglichen, der Hohlraumkörper aus Schotter oder Kunststoffelementen wird in Vlies eingepackt und eingebaut, dazu Zulauf, Filterstufe und je nach Ausführung ein Kontrollschacht.
- Anschluss der Leitungen: Fallrohre und Hofabläufe werden angebunden, die Regenwasserleitungen mit Gefälle verlegt und dicht verbunden.
- Verfüllen und Oberfläche schließen: Verfüllung lagenweise, dann wird die Fläche wiederhergestellt, ob Rasen, wassergebundene Decke oder Pflasterarbeiten in Königs Wusterhausen als Abschluss. Zuletzt folgt die Funktionsprüfung.
Wann ist eine Rigole sinnvoll und wann eher ein Regenwasseranschluss?
Eine Rigole lohnt sich, wenn der Untergrund Wasser aufnehmen kann und auf dem Grundstück Platz für den Einbau vorhanden ist. Lässt der Boden kaum Wasser durch oder steht das Grundwasser hoch, ist ein Anschluss an die Regenwasserleitung meist die tragfähigere Lösung. Was in Ihrem Fall möglich ist, entscheidet sich nach der Ortsbesichtigung und nach den Vorgaben Ihrer Gemeinde.
Brauche ich für die Versickerung eine Genehmigung?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. In Brandenburg regelt die BbgVersFreiV, unter welchen Voraussetzungen eine Versickerung von Niederschlagswasser ohne gesonderte Erlaubnis möglich ist. Ob eine Versickerung nötig oder zulässig ist, hängt vom Einzelfall und der örtlichen Satzung ab. Klären Sie das vor dem Aushub, nicht danach.
Wie groß muss eine Rigole sein?
Die Größe ergibt sich aus der angeschlossenen Dach- und Hoffläche und aus der Durchlässigkeit des Bodens. Je mehr befestigte Fläche entwässert wird und je langsamer der Untergrund Wasser aufnimmt, desto mehr Speichervolumen brauchen Sie. Sandige Böden im Landkreis Dahme-Spreewald sind dafür oft günstig, verdichtete oder bindige Schichten dagegen nicht. Deshalb schauen wir uns den Aushub immer vor Ort an.
Was kostet eine Rigole?
Regional liegen Rigole und Versickerung bei etwa 1.500 bis 5.000 Euro, je nach Größe, Einbautiefe und Bodenverhältnissen. Der Erdaushub wird üblicherweise mit 15 bis 40 Euro pro Kubikmeter angesetzt. Ein Regenwasseranschluss als Alternative liegt bei etwa 2.000 bis 6.000 Euro. Die Arbeiten gehören bei uns zum Tiefbau und den Erdarbeiten und werden mit eigener Technik ausgeführt.
Diese Werte sind regionale Marktspannen zur Orientierung. Ein verbindliches Angebot erstellen wir nach einem kostenlosen Aufmaß vor Ort. Stand: September 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Rigole und Drainage?
Eine Rigole nimmt Regenwasser von oben auf, speichert es und gibt es an den Boden ab. Eine Drainage sammelt dagegen Wasser aus dem Erdreich und leitet es ab, etwa entlang eines Kellers. Die beiden Systeme lösen unterschiedliche Probleme und werden manchmal kombiniert, ersetzen sich aber nicht gegenseitig.
Passt eine Rigole zur geplanten Einfahrt oder Hoffläche?
Ja, das ist sogar der günstigste Zeitpunkt. Wenn die Fläche ohnehin aufgenommen wird, liegen Aushub, Leitungen und Unterbau in einem Arbeitsgang. Bei Neubau und Grundstückserschließung planen wir Versickerung und Regenwasserführung direkt mit, damit später nicht erneut aufgerissen werden muss.
Wie lange hält eine Rigole und was ist zu warten?
Die Lebensdauer hängt vor allem davon ab, ob Schlamm und Laub ferngehalten werden. Deshalb gehören eine Filterstufe im Zulauf und, wo sinnvoll, ein Kontrollschacht dazu. Prüfen Sie Sandfang und Zulauf regelmäßig und reinigen Sie sie, wenn sich Ablagerungen zeigen. Eine Rigole, die dauerhaft ungefiltert Sand bekommt, verliert mit der Zeit ihre Aufnahmefähigkeit.
Wir arbeiten seit dem Jahr 2000 im Landkreis Dahme-Spreewald, mit eigenem Maschinenpark, eigenen Leuten und einem festen Ansprechpartner von der Besichtigung bis zur Abnahme. Als Mitglied im Güteschutz Kanalbau (RAL-GZ 961) führen wir auch Leitungs- und Versickerungsarbeiten fachgerecht aus.
Sie planen eine Rigole für Dach oder Hoffläche? Senden Sie uns Ort, ungefähre Dach- und Hoffläche und Ihre Vorstellung zum Standort über unser Kontaktformular oder rufen Sie an unter 03375 522833. Wir melden uns für ein kostenloses Aufmaß vor Ort.
Häufige Fragen zu Rigole und Regenwasserversickerung
Kann eine Rigole auch unter einer Einfahrt liegen?
Das ist möglich, wenn Aufbau und Überdeckung auf die Belastung ausgelegt sind. Entscheidend sind die Wahl des Rigolenkörpers, die Einbautiefe und ein tragfähiger Unterbau darüber. Wir klären das beim Aufmaß gemeinsam mit dem geplanten Belag.
Wie lange dauert der Einbau einer Rigole?
Reine Tiefbauarbeiten dieser Größenordnung dauern in der Regel wenige Tage bis Wochen, je nach Umfang, Zugänglichkeit und Witterung. Kommt eine Abstimmung mit Behörde oder Versorger dazu, verschiebt sich der Start entsprechend. Feste Terminzusagen geben wir erst nach der Ortsbesichtigung.
Wer stellt den Anschluss an das öffentliche Netz her?
Die Anbindung an das öffentliche Versorgungs- oder Entsorgungsnetz stellt der jeweilige Versorger her. Wir übernehmen die Tiefbau- und Leitungsarbeiten auf Ihrem Grundstück, also Aushub, Leitungsverlegung, Rigole, Schächte und die Wiederherstellung der Oberfläche.
Ist eine Versickerung in Königs Wusterhausen Pflicht?
Eine allgemeine Pflicht gibt es nicht. Maßgeblich sind die BbgVersFreiV und die Satzung der jeweiligen Gemeinde, und die Bewertung erfolgt im Einzelfall. Fragen Sie vor der Planung bei Ihrer Gemeinde nach, welche Vorgaben für Ihr Grundstück gelten.
Was passiert bei Starkregen, wenn die Rigole voll ist?
Eine Rigole ist ein Speicher mit begrenztem Volumen, deshalb wird sie auf die angeschlossene Fläche bemessen und braucht je nach Situation einen geplanten Überlauf oder eine Notentwässerung. Wie das bei Ihnen aussieht, hängt von Gelände, Nachbargrundstücken und den Vorgaben der Gemeinde ab. Diesen Punkt klären wir vor dem Bau, nicht erst beim ersten Gewitter.
Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der WS Direktbau GmbH redaktionell geprüft. Verantwortlich für den Inhalt: WS Direktbau GmbH, Dorfaue 17, 15745 Wildau.