Ratgeber der WS Direktbau GmbH, Fachbetrieb für Pflaster- und Tiefbau aus Wildau seit dem Jahr 2000. Stand: September 2026.
Versickerungsfähiges Pflaster funktioniert nur mit einem Unterbau, der das Wasser auch weiterleitet. Fugen, Bettung, Tragschicht und Untergrund müssen durchlässig und aufeinander abgestimmt sein. Statt Sand mit hohem Feinanteil kommen offenporige Materialien wie Splitt und Schotter zum Einsatz. Ob Ihr Boden in Königs Wusterhausen oder im Landkreis Dahme-Spreewald genug Wasser aufnimmt, sollten Sie vor dem Bau klären.
Das Wichtigste in Kürze:
- Ob Ökopflaster mit breiten Sickerfugen oder wasserdurchlässige Steine: Der gesamte Aufbau muss Wasser durchlassen. Die dichteste Schicht entscheidet, wie viel tatsächlich versickert.
- Bettung und Fugen bestehen aus Splitt ohne Feinanteile, die Tragschicht aus Schotter mit geringem Feinanteil.
- Wie stark die Tragschicht sein muss, hängt von der Nutzung ab: Eine Einfahrt braucht mehr Tragfähigkeit als ein Gartenweg.
- Ob eine Versickerung nötig oder zulässig ist, hängt in Brandenburg vom Einzelfall ab. Maßgeblich sind die BbgVersFreiV und die örtliche Satzung.
So wird der Unterbau für versickerungsfähiges Pflaster aufgebaut
- Untergrund prüfen: Vor dem Aushub wird geklärt, wie gut der anstehende Boden Wasser aufnimmt. Sandige Böden sind meist gut durchlässig, lehmige oder stark verdichtete Böden kaum. Davon hängt ab, ob das Wasser direkt versickern kann oder zusätzlich abgeleitet werden muss.
- Aushub und Planum: Der Boden wird so tief ausgehoben, wie es Nutzung und Belastung der Fläche erfordern. Das Planum wird verdichtet und erhält wie die spätere Oberfläche ein leichtes Gefälle vom Haus weg. So fließt Wasser, das bei Starkregen nicht sofort versickert, kontrolliert ab.
- Trennvlies bei feinkörnigem Boden: Ist der Untergrund sehr feinkörnig, verhindert ein Geotextil, dass Bodenteilchen in die Tragschicht wandern und ihre Hohlräume zusetzen.
- Tragschicht aus Schotter: Die Tragschicht besteht aus Schotter mit geringem Feinanteil, damit genug Hohlräume für das Wasser bleiben. Sie wird in Lagen eingebaut und jeweils verdichtet. Ihre Stärke richtet sich nach der späteren Belastung.
- Randeinfassung setzen: Rand- oder Bordsteine geben der Fläche seitlichen Halt, damit sich Bettung und Pflaster unter Last nicht verschieben.
- Bettung aus Splitt: Auf die Tragschicht kommt eine gleichmäßig abgezogene Bettung aus Splitt ohne Feinanteile. Die Körnungen von Bettung und Tragschicht müssen aufeinander abgestimmt sein, damit der Splitt nicht nach unten ausgespült wird.
- Pflaster verlegen und verfugen: Nach dem Verlegen werden die Fugen mit feinem Splitt verfüllt, die Fläche abgerüttelt und bei Bedarf nachgefugt. Fugensand mit hohem Feinanteil oder dichter Fugenmörtel würde die Versickerung bremsen.
Warum reicht ein herkömmlicher Pflasterunterbau oft nicht aus?
Ein üblicher Pflasterunterbau ist vor allem auf Tragfähigkeit ausgelegt. Sand und Feinanteile füllen die Hohlräume. Das macht die Fläche stabil, aber weniger durchlässig: Das Wasser läuft zwar durch die Fugen, staut sich dann aber in Bettung oder Tragschicht. Bei unseren Pflasterarbeiten in Königs Wusterhausen wählen wir für versickerungsfähige Flächen deshalb jede Schicht so, dass sie trägt und trotzdem Wasser durchlässt.
Wie dick muss der Unterbau sein?
Eine pauschale Angabe gibt es nicht. Die Stärke der Tragschicht hängt von Nutzung, Untergrund und Steinart ab: Ein Gartenweg kommt mit deutlich weniger aus als eine Einfahrt, die täglich mit dem Auto befahren wird. Tragschichten und Unterbau gehören bei uns zum Straßen- und Wegebau. Die passende Stärke legen wir nach dem Aufmaß vor Ort fest.
Was tun, wenn der Boden das Wasser nicht aufnimmt?
Auf lehmigen oder stark verdichteten Böden versickert das Wasser trotz durchlässigen Pflasters zu langsam. Dann kommen eine Drainage, eine Rigole oder eine Ableitung über eine Regenwasserleitung infrage. Auch diese Arbeiten übernehmen wir, von den nötigen Erdarbeiten und Drainagen bis zur Rigole. So werden Pflaster und Entwässerung zusammen geplant.
Ist eine Versickerung auf dem Grundstück erlaubt?
Für die Versickerung von Regenwasser gilt in Brandenburg die BbgVersFreiV. Ob eine Versickerung auf Ihrem Grundstück nötig oder zulässig ist, hängt vom Einzelfall und der örtlichen Satzung ab. Klären Sie das am besten vor der Planung mit Ihrer Gemeinde.
Was kostet der Unterbau für versickerungsfähiges Pflaster?
Für Tragschicht und Unterbau liegen die regionalen Richtwerte bei etwa 35 bis 80 Euro pro m². Komplette Pflasterarbeiten inklusive Unterbau bewegen sich zwischen 50 und 200 Euro pro m². Betonpflaster liegt dabei eher im unteren Bereich, Naturstein und aufwendige Muster eher im oberen. Ist zusätzlich eine Rigole nötig, rechnen Sie mit etwa 1.500 bis 5.000 Euro.
Diese Werte sind regionale Marktspannen zur Orientierung. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein verbindliches Angebot. Stand: September 2026.
WS Direktbau ist seit dem Jahr 2000 als Fachbetrieb in Wildau tätig, mit eigenem Maschinenpark und eigenen Leuten, und ist Mitglied im Güteschutz Kanalbau (RAL-GZ 961). Vom Aushub bis zur fertigen Pflasterfläche haben Sie bei uns einen Ansprechpartner.
Sie planen eine versickerungsfähige Pflasterfläche in Königs Wusterhausen, Wildau oder im Landkreis Dahme-Spreewald? Senden Sie uns Ort, ungefähre Fläche und Ihren Materialwunsch über unser Kontaktformular oder rufen Sie an unter 03375 522833. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot.
Häufige Fragen zum Unterbau von versickerungsfähigem Pflaster
Kann vorhandenes Pflaster nachträglich versickerungsfähig werden?
Nur wenn auch der Unterbau Wasser durchlässt. Enthalten Bettung und Tragschicht viele Feinanteile, bringt ein Austausch der Steine allein wenig. Ob der vorhandene Unterbau weiter genutzt werden kann, zeigt sich meist erst, wenn die Fläche geöffnet wird.
Welches Fugenmaterial eignet sich für Ökopflaster?
Geeignet ist feiner Splitt ohne Feinanteile, der Wasser durchlässt und die Steine trotzdem verspannt. Normaler Fugensand mit hohem Feinanteil oder dichter Fugenmörtel würde die Versickerung deutlich bremsen. Rasenfugen- und Rasengitterpflaster werden dagegen mit einem Substrat verfüllt, in dem Gras wachsen kann.
Ist versickerungsfähiges Pflaster für Einfahrten geeignet?
Ja, wenn Steine und Unterbau auf die Belastung ausgelegt sind. Eine befahrene Einfahrt braucht eine stärkere und sorgfältig verdichtete Tragschicht als eine Terrasse oder ein Gartenweg. Wir planen den Aufbau deshalb nach der tatsächlichen Nutzung der Fläche.
Wie bleibt die Fläche langfristig durchlässig?
Laub, Erde und Staub setzen die Fugen mit der Zeit zu. Kehren Sie die Fläche regelmäßig und füllen Sie ausgespültes Fugenmaterial bei Bedarf mit Splitt nach. Einen Hochdruckreiniger sollten Sie nicht direkt auf die Fugen richten, weil er das Fugenmaterial herausspült.
Transparenzhinweis: Dieser Ratgeber wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und von der WS Direktbau GmbH redaktionell geprüft. Verantwortlich für den Inhalt: WS Direktbau GmbH, Dorfaue 17, 15745 Wildau.